Retro

The Legend of Zelda-Link’s Awakening


  • Publisher: Nintendo
  • Entwickler: Nintendo
  • Genre: Action-Adventure
  • Release: 1994
  • USK-Freigabe: 6

 

Sieben Jahre vor dem Erscheinen von MAJORA’S MASK (N64; 2000) strandet Link zum ersten Mal in einem ebenso fremden wie auch eigenwilligen Reich fernab von Hyrule, der Insel Cocolint. Doch nicht nur der Ort ist neu, ebenso die Plattform: LINK’S AWAKENING erscheint nicht auf dem SNES wie der 1991 erschienene Vorgänger A LINK TO THE PAST, sondern zum ersten Mal auf einem Handheld, dem Nintendo Game Boy.

 

Dezember 1993. Ein damals neunjähriger, vom NES wie auch dem Game Boy begeisterter Nintendo-Fanboy (im wahrsten Sinne des Wortes), begibt sich mit seinen Eltern als Weggefährten auf eine Reise in die benachbarten Stadtzentren; es handelt sich um eine Suche nach einem sehr speziellen Game Boy-Modul, über das der Junge bedauerlicherweise nicht allzu viel weiß – mit Ausnahme eines groben Erscheinungstermins, der „November/Dezember 1993“ lautete.

Jahre vor der Informationsflut und Verfügbarkeit wie Massentauglichkeit des Internets, in Zeiten, in denen man die wenigen Informationen und Releasedaten der Nintendo-Games nur im „Offiziellen Club Nintendo-Magazin“ erfahren konnte, begab sich eben dieser Junge auf eine Quest, einer Art Schnitzeljagd nach einem Game Boy-Spiel – in der Hoffnung, dass es in Deutschland schon erschienen wäre, dass er es noch an jenem Tage in einem dieser Dungeon-gleichen Stadtzentren kaufen könnte.

Der Junge drohte zu scheitern. Die Verkäufer der Fachgeschäfte vertrösteten ihn auf Weihnachten, wollten ihm alternative Game Boy-Module andrehen oder hatten schlichtweg noch nichts von eben jenem Titel gehört, der sich bis heute eingebrannt hat in seine Erinnerung und die Herzen von über sechs Millionen Gamern weltweit – die Rede ist von The Legend Of Zelda: Link’s Awakening.

Stunden später sollte besagter Junge (welcher in relativer Unkenntnis korrekter englischer Aussprache das Game stets als „Link’s Awwa-Kenning“ bezeichnet hatte) doch noch erfolgreich sein und, ironischerweise in einem Photo-Fachgeschäft, das in eine elegant-schlichte goldene Verpackung gehüllte GB-Game für damals etwa 60 bis 70 Rubine (D-Mark) käuflich erwerben können. Wochen der Vorfreude führten zu diesem scheinbar alles entscheidenden Zeitpunkt, an dem das kleine, graue Modul in den Schacht des Game Boys wanderte; nach den Abenteuern der letzten Tage wähnte sich der Junge am Ziel einer Quest, die den Erlebnissen von Link in Link’s Awakening in fast nichts wenig nachstand – Gumbas, sprechende Krokodile, Feuerstäbe, fliegende Zombiehähne oder Dungeonbosse einmal außen vorgelassen.

Doch nun genug von diesem Jungen und zurück zum eigentlichen Helden der The Legend Of Zelda-Franchise, Link. In seinem vierten Abenteuer, zwei Jahre nach Erscheinen des SNES-Zeldas A Link To The Past, welches auch Links Premiere auf einem Handheld-System darstellt, verschlägt es den grün gekleideten Helden mit den Spitzohren auf eine unbekannte Insel, zum ersten Mal fernab des schon häufiger besuchten wie allseits bekannten Hyrule.

Gemäß dem japanischen Originaltitel, „Zeruda no densetsu: yume o miru shima“ (übersetzt in etwa: „Die Legende von Zelda: Die erträumte Insel“), strandet Link, nachdem sein Floß in einem Sturm auf hoher See zerstört wurde, auf der Insel Cocolint, an deren Strand er von einem Mädchen namens Marin gefunden wird.

Link erwacht im Haus von Marin und Tarin, ihrem Vater, von welchem Link sogleich sein erstes Holzschild erhält, bevor er sich zum Strand im Süden der Insel aufmacht, um dort sein verlorenes Schwert zu finden. Schon in dieser Eingangsszene fällt auf, dass Tarin nicht nur auf den ersten Blick eine sehr große Ähnlichkeit mit einem dem einen oder anderen vielleicht bekannten Klempner namens Super Mario hat – dieses ist der Tatsache geschuldet, dass Takashi Tezuka, welcher bereits an den vorherigen Zelda-Teilen wie auch an Super Mario Bros. 1 & 3 mitwirkte, der Director von Link’s Awakening ist.


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