Retro

The Last Ninja


  • Publisher: System 3
  • Entwickler: System 3
  • Genre: Action-Adventure
  • Release: 1987
  • USK-Freigabe:

 

 

Commodore 64, Apple IlGS, MS-DOS… nicht gerade die Noname Konsolen die man aufsuchte wenn man zocken wollte. Selbst zu Zeiten von PS3, XBox 360 und Wii klingen die Namen dem ein oder anderem noch in den Ohren.
Nicht minder bekannt dürfte der Titel sein den wir euch heute im Insert Coin Bereich vorstellen…

 

The Last Ninja

Entwickelt von System 3, welche sich u.a. noch für Silent Bomber, International Karate und World Karate Championship auszeichnen konnten, verlegt mit Hilfe von Activision, erblickte der erste Teil der dreiteiligen Serie 1987 das Licht der Welt.

Dabei steht die Geschichte um die Ninja natürlich im Vordergrund. Armakunis Ninja-Kameraden sind dem Gefolge des bösen Shogun Kunitoki zum Opfer gefallen, wodurch das Ziel ziemlich klar vorgegeben ist: Den Herrscher aufspüren und man so richtig eins auf die Hucke geben. Zu diesem Zweck macht sich der Ninja-Held auf den Weg durch sechs Levels die in jeweils 15 bis 27 einzelne Screens unterteilt sind und aus einer für die Hardware mehr als ansehnlichen isometrischen Perspektive präsentiert wurden. Dabei sind die Ortschaften ziemlich abwechslungsreich und reichen von Parkanlagen bis zu verklifften Berggegenden. Nach damaligen Maßstäben dürfte ‚The Last Ninja’ zur grafischen Elite gehören, was man von der Steuerung leider nicht behaupten kann (was sich gerade auf dem kürzlichen ReRelease auf Nintendos Wii bemerkbar macht).

 

Oft ist Millimeterarbeit gefragt wenn es darum geht Objekte wie Waffen oder Schlüssen zu finden, ebenso bei den immer wiederkehrenden Kämpfen.

Die Krönung der hackeligen Steuerung und der Punktgenauen Landungen bieten dann die Sprungpassagen. Hier ist ein wenig Frustresistenz gefordert. Das macht das Spiel unnötig schwer, hatte aber dafür für die damalige Zeit auch den Reiz nicht so schnell langweilig zu werden. Profis spielen das Spiel in wenigen Minuten durch.

Zum Waffenarsenal gehören eben Katana und Nunchuks auch Raumbomben und Shuriken.
Das mag heute im Gedanken an die Waffenvielfalt anderer Spiele zweifelnd die Stirn runzeln lassen, doch auch das war für die damalige Zeit eine kleine Revolution.

Unlogisch und dem ein oder anderen Textadventure ebenbürtig waren die Rätsel. So muss man beispielsweise im Palast eine Vase berühren, welche weder gekennzeichnet ist noch durch sonstige Hinweise sichtbar gemacht wird um später eine Treppe unbeschadet zu durchqueren. Auch der gigantische Bogenschütze ziemlich gegen Ende des Spieles ist nur dadurch passierbar, dass man einen grünen Fleck am Boden berührt und somit für eine kurze Zeit unsichtbar wird.

Über jeden Zweifel erhaben ist hingegen die Musik. Wer auch ein Minimalmaß an Freude alter Bitmapsounds hat, sollte sich einige der Klassiker aus dem ‚Tha Last Ninja’-Universum nicht entgehen lassen.

 

Fazit

Aus heutiger Sicht ist es natürlich schwer die Qualitäten eines C64 Spiels hervor zu heben, denn gerade das A und O heutiger Zeit kann The Last Ninja einfach nicht mehr erfüllen.
Viel zu Kurz, miese Steuerung und frustig schwer. Dennoch darf man das Spiel gerne mal wieder in die alte staubige Konsole legen. Eventuell lohnt auch ein Blick auf die Version der Virtual Console auf dem Wii, auch wenn der Preis hier fast etwas zu hoch angesetzt ist und man lieber auf den zweiten Teil der Serie schielen sollte.[6]


Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.