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Rückblick auf XCOM: Enemy Unknown


Vor wenigen Tagen kündigte Fireaxis und 2K Games den Nachfolger zu XCOM: ENEMY UNKNOWN an. XCOM2 erscheint noch im November diesen Jahres (allerdings PC-exklusiv). Aber was ist XCOM? Und ist es wirklich XCOM2 der erste Nachfolger? Ja, zumindest was den Reboot von XCOM: ENEMY UNKNOWN angeht. In dem Beitrag dreht sich alles um den ersten erfolgreichen Reboot von XCOM: ENEMY UNKNOWN. Viel Spaß.

 

Was ist XCOM?

1994 – In diesem Jahr veröffentlichte das Unternehmen MicroProse das Spiel X-COM: UFO Enemy Unknown. Seit diesem Jahr wird rundenbasierende Strategie in Videospielen mit dem Namen X-COM in Verbindung gesetzt. Das erfolgreiche Spielprinzip wurde auch fortgesetzt mit dem direktem Nachfolger aus dem Jahr 1995 X-COM: Terror from the Deep. Nur, dass der Kampf gegen die außerirdischen Mächte nicht mehr auf dem Land ausgetragen wird, sondern hauptsächlich unter Wasser und der Schwierigkeitsgrad zusätzlich erhöht wurde. Der letzte strategisch angelegter X-COM Ableger erschien im Jahre 1997 mit X-COM: Apokalypse. Ich habe alle diese Teile in meiner Kindheit gespielt. Jedoch sind nur UFO Enemy Unknown und X-COM: TFTD durch Ihre Qualität und Innovation bis heute meine Lieblingsspiele auf dem PC.

Hin und wieder zieht es mich noch heute zu X-COM: UFO Enemy Unknown und ich fordere die Aliens in ein paar Runden heraus. Umso mehr freute es mich, dass am 09. Oktober 2012 endlich ein würdiger Nachfolger erschien. Vor allem war ich persönlich ziemlich gefrustet, da die ersten  XCOM Ankündigungen auf einen 1st-Person-Shooter andeuteten. Nochmal eine Pleite wie mit der Shotter-Umsetzung von Syndicate. Nein Danke!

Jake Solomon Designer of XCOM: Enemy Unknown

Aber die Rettung nahte: Das Unternehmen „Fireaxis“ und ja, das Unternehmen dessen Chefsessel von keinem anderem als Sid Meier ausgefüllt wird. Aber nicht Sid Meier selbst übernahm die führende Hand bei der Entwicklung von XCOM: ENEMY UNKNOWN. Es war Jake Solomon.

Jake Solomon ist seit 1994, also dem ersten X-COM ein wahrer Hardcore-Fan des ersten Teils und wollte seit dem er 1998 bei Fireaxis als Spieleentwickler anfing nur eins: Ein XCOM-Spiel machen!

Mit dieser Bitte legte lang genug Sid Meier vor, bis er endlich 2007 er sein „O.K.“ gab und nach 4 1/2 Jahren Entwicklungszeit kam es dann endlich.

 


 

X-COM Enemy Unknown

Der Klassiker: Eine Invasionsgeschichte von Außerirdischen und der Verteidigung der Erde durch eine gemeinsam gegründete Organisation. In XCOM: Enemy Unknown übernehmt Ihr die Kontrolle über eine geheime paramilitärische Organisation die den Namen XCOM trägt. Als Kommandant müsst Ihr eine Invasion durch Außerirdische abwehren, indem die Euch zur Verfügung gestellten Ressourcen gut verwaltet, Technologien weiterentwickelt und sowie im Kampf Eure Einheiten überwacht.

Alt gegen Neu

Es ist ein Spiel von Fans des Originals für Fans des Originals, so viel steht fest. Jake Solomon und sein Entwickler-Team spielten alle vor dem Start der Entwicklung von XCOM: ENEMY UNKNOWN das Original von 1994 intensiv durch um zu prüfen was im Reboot gebraucht/übernommen und oder angepasst werden sollte, damit es in die heute gängige Spielekultur paßt. Daher merkt man es beim spielen von XCOM: ENEMY UNKNOWN: Es ist definitiv ein X-COM Titel, der den Namen auch verdient.

Der Einstieg

Beim Einstieg in das Spiel besteht die Möglichkeit, sich mit einem Tutorial durch die wichtigsten Funktionen führen zu lassen, sowas gab es 1994 nicht. Da musste man sich schon das Wissen erkämpfen. Im Tutorial wird man an die taktischen Entscheidungen und deren Folgen Schritt für Schritt heran geführt. Auch hat man es gleich von Anfang an mit schweren Entscheidungen zu  tun. Eine der ersten Entscheidungen ist: Wo platziere ich die Basis meiner XCOM Einheit? Je nach Land, kommen unterschiedliche Bonuseigenschaften einem zu Gute, die natürlich Auswirkungen auf das weitere Spielgeschehen haben. Kaum ist die Basis errichtet, dauert es nicht mehr lange und der erste Einsatz wird auf dem Bildschirm eingeblendet.

Für den Einsatz ist die Anzahl der möglichen Soldaten im Squad im Gegensatz zum Vorbild auf anfangs vier (später durch freischaltbare Upgrades auf sechs) Squad-Mitgliedern  reduziert. Das Vorbild von 1994 begrenzte die Anzahl der Soldaten nur durch die Anzahl an Plätze des jeweiligen zu nutzenden Flug-Transporters. In XCOM: ENEMY UNKNOWN nutzen wir von Anfang bis Ende maximal je sechs Soldaten und immer den gleichen Transporter. Wer also denkt er nimmt sicherheitshalber eine Armee zur Bergung von Alienschiffen, der irrt sich hier gewaltig.

Nach einer kurzen Einsatzbesprechung im Transportflieger ‚Skyranger‘ sind wir mit dem Vier-Mann starkem Team am ersten Einsatzort.

Permadeath – Der Tod lauert überall

sectoid

Die Greys oder Sectoiden und gehören zu den ersten Gegnern in XCOM

Soldat sein bei XCOM ist kein Zuckerschlecken. Hinter jeder Ecke lauert Gefahr und der endgültige Tod eines Soldaten, das wird jedem Spieler bereits in der ersten Tutorial-Mission klar gemacht. XCOM besteht aus schweren Entscheidungen mit all Ihren Folgen, den in der ersten Außenmission wird das gesamte Einsatz-Team von „Greys„, so genannten Sektoiden, bis auf einen Überlebenden komplett dezimiert.

Das Schlimme ist: Stirbt ein Soldat in der Schlacht, so bleibt dieser auch im digitalem Nirvana. Nette Geste: Die verstorbenen Soldaten werden in der Kaserne an einem Ehrenmal verewigt und dieses Ehrenmal kann jederzeit in der Basis eingesehen werden.

Apro po Basis: Ein visueller Geniestreich war es den Aufbau der Basis in eine Seitenansicht zu wechseln, zuvor betrachtete man den Aufbau der XCOM Basis aus der Vogelperspektive ohne direkten Einblick was die entsprechenden Leute darin machten. Die neue Ansicht in XCOM: ENEMY UNKNOWN erinnert an eine Ameisenfarm, daher wurde sie auch von den Entwicklern „Antfarm“ genannt. Zoomt man aus der Ansicht raus, kommt es wirklich einem so vor, da die Basis unterirdisch aufgebaut wird und einzelne Elemente dort liebevoll herausgearbeitet und animiert sind. In der Kaserne trainieren Soldaten, im Labor wird geforscht, in der Fabrik werden Gegenstände produziert usw.

Hier steckt viel Liebe zum Spiel und diese versteckt sich bekanntlich auch im Detail. Kenner werden hin und wieder alte Skizzen der Aliens aus UFO Enemy Unknown entdecken und ein Schmunzeln ist da nicht zu vermeiden.

XCOM im Einsatz

Stürzt man sich in weitere Gefechte, merken Kenner der alten Teile sofort was sich auch noch entscheidend geändert hat. Der Levelaufbau. Damals wurden alle Einsatzgebiete durch einen Zufallsgenerator zusammen gestellt. Jedes Einsatzgebiet war einzigartig. Im neuem XCOM Enemy Unknown sind die Einsatzkarten alle bereits vorgefertigt. Sie variieren nur in Startpunkten und der Zusammensetzung der Aliengruppen. Es sind über 100 Karten für XCOM: Enemy Unknown erstellt worden. Was alte Veteranen von XCOM auch bemerken werden, ist das die Komplexität nicht mehr so anspruchsvoll ist.

Ob gut oder schlecht, das muss jeder für sich entscheiden. Einsteigerfreundlich ist es auf jeden Fall. Zum Beispiel das Equipment der Soldaten ist nun relativ festgelegt. Ein Slot für Rüstung, einer für die Hauptwaffe und zwei Slots für Zubehör wie Granate, Pistole, Medikit oder andere Gimmicks kann der Soldat mit sich führen und zwingt den Spieler wieder dazu auch bei der Ausrüstung zu entscheiden. Lieber zwei Handgranaten oder doch lieber den Aufsatz für genaueres Schießen und ein Medikit?

Neu ist auch die Möglichkeit in der Kampfansicht die Kamera in 90° Grad Schritten zu drehen und stufenlos zu zoomen. So behält man in der Planung und im Kampf immer die Übersicht.

In der Vergangenheit nutzen die Soldaten „Zeiteinheiten“ um deren Bewegung und Aktionen durchzuführen. XCOM 2012 nutzt ein zwei Aktionspunkte-System. In den zwei möglichen Punkten sollte man wohl überlegen was vom Soldaten ausgeführt werden soll:

  • Bewegung & Schießen
  • Bewegung & Bewegung
  • Bewegung & Deckung

Je nach Situation und Soldaten-Typ ergeben sich noch zusätzliche Aktionen und damit verbundene schwere Entscheidungen die getroffen werden müssen. Verzichte ich zum Beispiel auf die Deckung und sprinte nach vorne um einem verletztem Kameraden zu helfen oder bleibe ich in Deckung und feuere lieber auf den Alien, bevor dieser den nächsten Soldaten zur Strecke bringt.

Hier sieht man die Deckung der Soldaten ist voll und die Aliens mit dem gelben Schild werden von den Soldaten flankiert.

Einfacher als im alten Teil ist auch die Erkenntnis ob der Soldat Deckung bezieht, ohne Deckung da steht oder sogar flankiert wird. Durch eine einfache, aber durchdachte Symbolik: Ein voll ausgefühltes Schild zeigt, dass der Soldat aktuell volle Deckung bezieht. Bei Objekten die den Soldaten nur eine teilweise Deckungen ermöglichen wird aus dem ganzen ein halbes Schild. Sollte keine Deckung vorhanden sein, ist das Schild in einem leerem Rahmen angezeigt. Simpel, einfach und doch genial. Wird der Soldat flankiert so färbt sich das Schild gelb. Somit sieht und weiß man sofort: „Der Soldat muss seine Stellung ändern oder er stirbt!“ Im HUD sieht man auch sofort welches Alien flankiert, da es im selben gelb angezeigt wird.

Das Flankieren stellt sich generell als eine wichtige Taktik dar, da durch das Umstellen der Aliens zusätzliche Boni auf die Schußgenauigkeit ergeben und dadurch die Garantie auf einen Treffer sich entscheidend erhöht. Das gilt nur leider für beide Seiten.

In der „Ameisenfarm“ wird geplant, geforscht und entwickelt.

Zwei in einem

XCOM Enemy Unknown ist ein großes Spiel, das zwei Bereiche gekonnt vereint.

Einmal der taktische Bereich mit den rundenbasierenden Kämpfen. In dieser steht die XCOM dem Feind die schwersten Kämpfe aus. Dies ist der Bereich in welchem man am meisten mitfiebert und mitleidet. Denn eine falsche Entscheidung kann das Ende und den Fehlschlag der Mission bedeuten.

Der andere Bereich des Spiels bedient das wirtschaftliche der XCOM Einheit und die Planung der Einsätze der Forschung:

  • Welche Forschung soll voran getrieben werden? Laser-Technologie für neue Waffen oder neue Materialien um bessere Ausrüstungsgegenstände zu entwickeln für die Soldaten im Einsatz?
  • Bauen wir unsere Basis aus oder produzieren wir Medikits gleich zu Beginn?
  • Welches Land soll zusätzlich überwacht werden. Das gibt mehr finanzielle Unterstützung, was wiederum in Forschung und Entwicklung gesteckt werden kann.

Was aber wiederum auch Engpässe in der Forschung bedeuten kann, da die finanziellen Zuschüsse dann an die Entwicklung neuer Überwachungssatelitten geht. Aber wird ein Land mehr vernachlässigt, kommt es auch dazu, dass jenes Land oder Länder die XCOM Organisation verlässt und sich den Aliens anschließt. Dies bedeutet auch den Verlust der finanziellen Mittel aus dem jeweiligem Land. Um es gleich mal klar zu machen. In XCOM: Enemy Unknown ist es auch möglich zu verlieren. Sollten die Aliens die Übermacht gewinnen, verliert die Organisation XCOM. Game over.

Dein persönliches A-Team

Der hohe Grad an Anpassungsmöglichkeiten ist hier beibehalten worden. XCOM: Enemy Unknown erlaubt es wie bei seinen Vorgängern enorm viel eigene Änderungen in das Spiel einzubinden. Das beliebteste und wichtigste Merkmal: Änderung der Namen der Basis bis hin zur Änderung der Spitz-, Vor- und Nachnamen der eingesetzten Soldaten und dessen Aussehens. Wer will kann seine Arbeitskollegen, Familienmitglieder, Jugendhelden erstellen und diese in seinem persönlichem A-Team zusammenführen und in den Kampf schicken, dadurch wird eine direkte Verbindung zu den Soldaten aufgebaut. Die Soldaten verbessern nach jedem erfolgreichem Einsatz ihre Fähigkeiten und können nach und nach bis zu vier Spezialisierung im Kampf nutzen. Von Soldatenklassen ‚Support‘, ‚Scharfschütze‘, ‚Heavy‘ schaltet jede Klasse bei jedem Update eine Fähigkeit frei, welche aus zwei unterschiedlichen Fähigkeiten ausgewählt werden muss. Dadurch kann jeder Soldat sich mit der Zeit zu einem Spezialisten entwickeln für sein Einsatzgebiet. Um so schwerer trifft es dann einen, wenn ein gut ausgebildeter und liebgewonnener Mitstreiter durch eine falsche Entscheidung das zeitliche segnet.  Aber das gehört mit zu dem Spiel. Das ist XCOM!

Ein 6-köpfiges Team wird hier in den Einsatz geschickt. (Screenshot von der iOS-Version)

XCOM – A Look from the Deep

XCOM: Enemy Unknown nutzt die Unreal Engine 3, welche nicht unbedingt das aktuellste Grafikgerüst darstellt. Jedoch ist diese sehr vielseitig anwendbar und ausgereift und eben das kommt dem Spiel bei seiner Umsetzung sehr zu gute. Der etwas cartoonhaltige Look mischt sich mit den teils recht brutalen Animationen passend zusammen. Die Zwischensequenzen sehen schön animiert und stimmig aus. Das kommt auch im Kampfgeschehen sehr gut rüber. Gerade dann, wenn die Kamera verschiedene Aktionen mit filmreifen Kamerafahrten begleitet. Sollten diese grafisch schön anzusehenden Kamerafahrten dann doch jemanden stören, kann er diese jederzeit in den Optionen abschalten. Hin und wieder passiert es mal, dass bei einer Kamerafahrt die Kamera an Wänden oder anderen Dingen hängen bleibt und dann schlecht bis sehr schlecht positioniert ist. Aber das ist schon Kritik auf hohem Niveau.

Es ist ja mittlerweile trauriger Standard, der auch leider in XCOM: Enemy Unknown weitergeführt wird. Die deutsche Sprachausgabe wirkt ziemlich „eingedeutscht“. An manchen Stellen sind die gesprochenen Zeilen sogar ziemlich eintönig/langweilig und es verstärkt sich der Eindruck als wurden die Zeilen in das Mirko gesprochen ohne den Zusammenhang zur aktuellen Szene zu kennen. Schade, wirklich Schade! In der englischen Fassung kommt man wenigstens akustisch zum Eindruck Teil einer internationalen Organisation zu sein, da die Kollegen aus der Entwicklung und Forschung mit dem jeweiligem Dialekt des Landes sprechen, daher empfehlen wir englisch-kundigen Spielern die englische Fassung zu spielen.

Unser Scharfschütze hier hat ein Rangaufstieg. Nun entscheiden wir welche Fähigkeit er bekommt.

PC, Xbox 360 und PS3 Nutzer können sich auf eine stimmige und gut programmierte Steuerung freuen. Die Steuerung wurde von zwei unabhängigen Teams entwickelt. Also keine Portierung von A nach B. Auf Konsolen geht die Steuerung einfach, schnell und vor allem leicht von der Hand. PC Spieler müssen sich auch nicht sorgen, auf dem PC sind zusätzliche Funktionen über das Interface möglich, die mit dem Gamepad nicht möglich sind. Wer dann doch mal mit Pad am PC spielen möchte, kann das natürlich gerne machen. Gamepads werden auch in der PC-Version einwandfrei unterstützt. Das Spiel wechselt dann einfach auf das Konsolen-Interface.

Einen Wehrmutstropfen gibt es allerdings für PC-Spieler die noch Windows XP zu Hause nutzen. Das Betriebssystem wurde in der Entwicklung aufgrund des Alters des Systems und des Supportendes April 2014 von Windows XP nicht mehr berücksichtigt und wird von daher nicht mehr unterstützt. Ob eine Installation und Ablauf des Spiels dennoch funktioniert kann nicht gesagt oder versprochen werden. Ob es später dann eventuell Modifikationen dafür gibt bleibt auch auszuschließen.

Für hohen Wiederspielwert sorgen verschiedene Aspekte. Wurde wirklich alles erforscht? Wurde das beste Endergebnis rausgeholt? Das sind nur ein paar Herausforderungen im laufendem Spiel welche den Spieler zu einem erneutem Start der Kampagne reizen können. Sollte das nicht reichen, so schaffen die verschiedenen Schwierigkeitsgrade wie „Classic“ und „Impossible“ zusätzliche Herausforderungen für den Spieler. Sollte das immer noch zu weich für Euch sein, könnt Ihr bei Beginn in jeder Schwierigkeitsstufe noch den „Ironman“-Mode aktivieren. Damit speichert das Spiel automatisch nach einer getroffenen Entscheidung sofort ab. Ihr habt keinerlei Möglichkeiten selbst zu speichern. Somit müsst Ihr wirklich mit Entscheidungen und deren Folgen leben und weiter machen. Sollte das am Ende auch nicht genug sein, hat Fireaxis noch was eingebaut. Und zwar den Second-Wave-Mode. Dort können Einstellungen vor dem Beginn verändert werden, die dann größeren Einfluss auf das Spielgeschehen haben. Zum Beispiel: Red Fog: Verwundungen im Kampf verschlechtern die Ziel- und Bewegungsattribute dauerhaft auch in weiterführenden Missionen.

XCOM gegen XCOM?

Ja, auch ein Multiplayer fand den Weg in die XCOM Version aus 2014. 1994 konnte man noch von solch einer Option nur träumen. Im Multiplayer haben wir die Gelegenheit gegen einen anderen Spieler anzutreten. Vor Spielbeginn definieren wir Einsatzort, Rundenzeit und natürlich unser Squad.

Anders als im Hauptspiel kann das Squad querbeet von Menschen und Aliens zusammengestellt werden. Damit aber nicht jeder sich ein überstarkes Team zusammenstellt, sind die einzelnen Einheiten mit Punkten versehen. Desto stärker eine Einheit, desto mehr Punkte kostet diese auch. Da man beim Zusammenstellen aber nur ein gewisses Kontingent an Punkten hat, ist dies gegebenenfalls schneller erschöpft als beim Einsatz von sehr starken Einheiten.

Im Einsatz treten dann beide Teams auf einer Karte gegeneinander an. Beide Seiten müssen sich dann wie im Hauptspiel erst einmal finden. In jeder Runde läuft ein Timer im Sekundentakt runter. Ist dieser auf Null bevor alle Einheiten deren Aktionen durchgeführt haben ist der gegnerische Spieler dran. Das Battle endet wenn das gegnerische Team ausgemerzt wurde.

Plattform Android, iOS, Mac, PC, PS3, Xbox 360, Linux Genre Runden-Strategie
Publisher 2K Games Release 9. Oktober 2012
Entwickler Fireaxis USK-Freigabe freigegeben ab 16
sonstiges keine Mikrotansaktionen im Spiel

 

Fazit

XCOM: Enemy Unknown setzt da an wo es in den letzten Jahren keine Erfolge gab. Eine erfolgreiche und gelungene Neuauflage und Remake eines erfolgreichen Klassikers.

Fireaxis hat mit Jake Solomon und seinem Entwicklungsteam die wichtigen Punkte aus dem Original von 1994 geholt und gekonnt in die heutige Zeit umgesetzt. Sieht man über die etwas schwammige deutsche Übersetzung und der Kamera die manchmal Ihre eigenen Wege sucht, entdeckt man den Charme der alten XCOM Spiele. Die Anbindung an jeden eingesetzten Soldaten durch persönliche Anpassungen ist einer dieser Geniestreiche.

Fireaxis zeigt das rundenbasierende Spiele noch immer zwischen anderen großen Games Erfolg und Anklang finden kann. Mich persönlich hat XCOM: Enemy Unknown seit dem erstem erschienenem Video-Interview mit Lead Designer Jake Solomon interessiert. Eingefangen seit dem Release der Demo auf Steam. Gefesselt seit der Installation der Vollversion am 09. Oktober 2012 . Es hat den gleichen Charme und die Kunst einen nicht mehr loszulassen wie seine älteren Vorgänger, nur dass zwischen beiden Teilen 18 Jahre Videospielgeschichte stehen.

Von mir an Euch: Ich kann Euch nur XCOM: Enemy Unknown empfehlen. Checkt im Zweifel die Demo auf Steam und wenn Euch die Demo gefällt, kauft das Spiel. Ihr werdet es nicht bereuen. Das Spiel war Anwärter auf Spiel des Jahres 2012 und wurde es dann auch. Wohl verdient

XCOM GotY2012


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