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Preview – The Tomorrow Children – PS4


„Die Menschheit ist so gut wie ausgelöscht“, sagt mir ein russisch sprechender Puppenmann, der an einem finsteren Schreibtisch sitzt. Ich bin nur eine geklonte Projektion eines Menschen und soll für das Wohl aller in einer Stadt arbeiten, damit die Leere bekämpft wird und die Menschheit wieder eine Chance hat. Dies ist der Einstieg von The Tomorrow Children von Q-Games, das in einer Art 70er-Jahre russisch-kommunistischem Propagandastil daherkommt. Genauso seltsam wie der Einstieg ist, geht das Spiel dann auch weiter, welches ich in der Alphaphase mal anspielen durfte.

Gemeinsam für Alle!

 

For the Greater Good!

Bevor das Spiel losgeht, kann ich mir eine von fünf Klassen auswählen, die sich in klassische Rollen wie Bürger, Soldat, Mechaniker, Scout und Arbeiter aufteilen. Ich entscheide mich erstmal für den Arbeiter. Der kann wohl mehr in seinem Beutelchen tragen und schneller arbeiten als die anderen. So weit, so gut. Ich starte also auf einer weißen Fläche und sehe nah und fern futuristisch anmutende Gebäude sowie uniformierte Aufseherpuppen, die das Ganze anscheinend überwachen. Ich soll Matroschkapuppen sammeln, um weitere Menschen ins Leben zurückzuholen. Mehr wird mir aber nicht verraten.
 

Und nun???

Ohne jede weitere Anweisung geht es also los. Nach meinen ersten Erkundungen durch die Stadt finde ich ein paar Läden, in denen man gegen Coupons Ausrüstung kaufen kann. Im Sortiment findet man für jede Klasse die passenden Ausrüstungsgegenstände wie Picken, Sägen, Gewehre und JetPacks. Ja, JetPacks. Folge ich den aufgemalten Wegen auf dem weißen Boden, finde ich markierte Bereiche, in denen man Rohstoffe ablegen kann. Da muss ich also irgendwas hineinlegen – ok. Und nun geht es auf die Suche nach einer Beschäftigung, denn langsam wird es frustrierend. Neben Propagandaplakaten und Filmchen angucken konnte ich bis jetzt noch nicht wirklich irgendetwas machen.
 

Sieht spektakulär aus – spielerisch aber leider nicht…

Gemeinsam – aber doch alleine

Zwischendurch sehe ich immer wieder andere Spieler erscheinen, die irgendeiner Beschäftigung folgen, denn nur wenn man etwas Sinnvolles macht, was der Stadt hilft, erscheinen die Mitspieler. Man arbeitet also gemeinsam für das Wohl der Stadt, aber jeder geht seiner eigenen Beschäftigung nach. Kommunizieren kann man über ein paar Befehle wie salutieren, pfeifen usw.
 

Auf zur Arbeit

Auf der Suche nach einer Beschäftigung erblicke ich in der Ferne einen Berg und ich beginne den Marsch in dessen Richtung. Kaum angekommen, packe ich meine Picke aus und fange an loszubuddeln. Der Pickvorgang dauert seeeehr lange… und macht auch nicht wirklich Spaß. Ist der Vorgang einmal abgeschlossen, kann man Glück haben und auf eine Goldader stoßen. Die sammele ich also ein und marschiere wieder zurück zur Basis. Für das erfolgreiche Ablegen von Rohstoffen gibt es dann Erfahrung und manchmal ein paar Coupons, die als Währung gelten. Hat man genug Erfahrung, steigt man klassisch ein Level auf und man kann einen Fertigkeitspunkt verteilen. Die Wahl fällt ganz klar auf schneller arbeiten. Picke raus – neuer Versuch! Dauert immer noch zu lange…..
 

Puppen sammeln! Aber wo findet man die?

Angriff der Roboterspinnen!

Auf dem Weg zurück, kommen langsam aus der Ferne Roboterspinnen in Richtung der Stadt gekrabbelt. Es wird also doch spannend! Leider kann ich als Arbeiter da nicht viel ausrichten – es scheint auch sonst niemand etwas dagegen zu tun… Na, dann repariere ich halt mittels Quicktime-Minigame die kaputten Gebäude.

 

Schön aber unspektakulär

Der seltsame Stil mit den Holzpuppen ist auf jeden Fall etwas Besonderes! Schade, dass dieser nicht auch bei den Gebäuden durchgezogen wurde. Das, was es an reduzierter Gameplay-Grafik zu sehen gibt, sieht wirklich super aus. Das ganze Spiel hat eine Art „Til Shift“-Effekt, der Objekte im Hintergrund unscharf aussehen lässt und so dem Ganzen sehr realistische Oberflächen gibt. Dies beeindruckt vor allem bei den Oberflächen der Berglandschaften.


https://www.youtube.com/watch?v=zthu8kN97H4


 

Fazit

Ich bin ja eigentlich ein Fan von Spielen, an denen man nicht an der Hand geführt wird. Diese haben meisten eine sehr intensive Spielerfahrung, weil man sich alles selbst erarbeiten muss und das Erfolgserlebnis dann umso größer ist, wenn man etwas verstanden und geschafft hat. Da The Tomorrow Children aber so speziell ist, wären ein paar Erklärungen doch hilfreich gewesen, da es nicht selbsterklärend wie zum Beispiel Minecraft ist. Hat man erst einmal herausgefunden, was man machen muss und worum es geht, macht das Spiel leider nicht sehr viel mehr Spaß. Die Vorgänge dauern einfach zu lange und es gibt nicht sehr viel zu tun. Auch das Aufleveln des Charakters gibt den Aufgaben keinen Mehrwert. Der Grafikstil ist irgendwie witzig und sieht verdammt gut aus, gerade weil er so minimalistisch ist. Mal gucken, wie sich das Ganze noch zur Beta-Phase hin ändern wird und was für ein Spiel dann beim Release 2015 herauskommt. Ich persönlich bin in der Form nicht überzeugt davon.

 


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