Retro

Lemmings


  • Publisher: Psygnosis
  • Entwickler: DMA Design
  • Genre: Puzzle
  • Release: 1991
  • USK-Freigabe:

 

 

Wer kennt sie nicht, die kleinen Wusler im Blaumann mit den grünen Haaren. In unserem heutigen Insert Coin wollen wir einen genaueren Blick auf die Welt rum um die ‚Selbstmörder’ werfen, denen jedes Mittel recht ist um die Gemeinschaft zum Ziel zu führen… 

Die Anfänge:

Natürlich hat auch eine so vielpublizierte Serie wie Lemmings irgendwann einmal ihren Anfang genommen. In diesem Fall trifft es genauer das Jahr 1991, in welchem die Entwicklerfirma Psygnosis ihren Titel u.a. für das C64 entwickelte. Bei jüngeren Lesern dürfte bei diesem Entwicklernamen nichts klingeln, da sich die Firma eines Tages aufspaltete bzw. von Sony übernommen wurde. Einige der Mitarbeiter sind heute aber Tragend am Erfolg von Rockstars Grand Theft Auto-Serie beteiligt. Vielleicht rattert bei dem ein oder anderen ja noch beim Titel ‚Wipeout’ ein wenig der Kopf.     Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Lemmingsversionen auf dem Markt bei der nahezu jede Konsole seit Urzeiten bedient wurde. Selbst heute findet sich noch auf der PSP oder auch in abgewandelter Form ein Ableger auf der PS3.  

Das Spiel:

Auch wenn die Wahrheit bitter ist, das macht sie nicht weniger Wahr:
„Lemminge sind strohdumm“. Sie sterben, das zwar für das Kollektiv, aber wenn es dumm läuft trifft es eben auch den gesamten Schlag. Noch viel Trauriger ist aber die Tatsache: Hilft man den armen Blindgängern nicht auf die Sprünge laufen sie ganz von alleine in ihren Tot. Eine Schlucht? Was solls! Ein haushoher Abhang? Ich laufe trotzdem drüber! Feuer? PAH!   Das Ziel ist es also die kleinen Suizidlingen auf die Sprünge zu helfen, was Lemmings eigentlich als eines der ersten sogenannten Godgames abstempelt, bei der der Spieler die ‚Göttliche Hand’ übernimmt. Die Figuren agieren Selbstständig und werden nur gelenkt. In diesem Fall lenkt ihr jedoch nur die Fähigkeiten der Lemminge.   Ein Klick mit Maus, Joypad oder Controller auf die gewünschte Fähigkeit und anschließend auf den gewünschten Lemming. Die Fähigkeiten reichen dabei von Klettern, mit welchem der Lemming senkrechte Wände hochklettern kann, über Fallschirme bis zum Bergmann der sich durch Gestein hacken kann.   Dabei durchlebten die Lemminge im Laufe der Zeit natürlich viele Varianten bei denen Fertigkeiten hinzu kamen bzw. ausgetauscht wurden. Das änderte aber grundsätzlich nichts am Spielprinzip. Das mag zwar letztlich alles sehr banal klingen, doch genaugenommen ist die Serie ein Denk und Puzzle-Game. Die zu vergebenden Fertigkeiten sind numerisch begrenzt und reichen oft punktgenau zum erlangen des Ziels. Das Ziel? Nunja, da die Lemminge von sich aus durch die Welt wuseln, gilt es sie sicher ans Ende des Levels zu bringen, was immer in Form eines Tors oder Portals gekennzeichnet ist. Laufen eure Lemminge an jenem Tor vorbei, sind sie schlau genug von selbst hinein zu springen.

 

Ein Ereignis was sich jedoch in viele Videospielhirne gebrannt haben dürfte, ist die ‚Kapitulation’ eines Levels. Natürlich kann es Situationen geben, in denen ihr ein Level nicht mehr beenden könnt, jedoch noch zu viele Lemminge am Leben sind um als ‚gescheitert’ zu gelten. Für diesen Fall gibt es den Massensuizid. Ein Knopfdruck genügt und minimal zeitversetzt erscheint über jedem Lemming eine Zahl, die langem gegen 0 läuft. Danach erfolgt die Pixelparade in der jeder Lemming als eine Art Bombe sein Leben aushaucht.   Um dem Spielgeschehen die richtige Note zu verpassen war man schon damals darauf bedacht den Spieler nicht unnötig zu frusten, denn kommt ein Lemming an eine Wand läuft er einfach wieder in die Richtung zurück aus der er gekommen ist. Das kann natürlich lästig sein, will man doch das die Spielfigur irgendwann wieder zurück kommt weil sie an eine andere Wand klatscht. Dafür gibt es eine nette Vorspultaste, die das Spielgeschehen ungemein beschleunigt.

 

Fazit

Die Grünlinge haben im Laufe der Zeit eigentlich nichts von ihrem Charme eingebüßt.
Nach wie vor macht das Spielgeschehen ungemein Spaß und bietet auch noch die ein oder andere Kopf- und Geschicklichkeitsnuss.
Egal zu welcher Version man greift, mit diesem Titel macht man eigentlich nie etwas falsch.
Dennoch: Es bleibt ein Retrogame, und das größte Herzklopfen bereiten solche Spiele auf den alten, vielleicht schon verstaubten Klassikkonsolen.
Also putzt doch vielleicht einmal wieder eure Amigas und Commodores um ein wenig in Erinnerungen zu schwelgen. [7]


Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.