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Gravity Rush Remastered


Einen der besten bisher erschienenen Play Station Vita Titel stellt zweifelsohne Gravity Rush dar. Da sich die PlayStation 4 im Gegensatz zu Sonys Handheld wie geschnitten Brot verkauft und dadurch auch potentiell mehr Käufer zur Verfügung stehen, hat Sony clever agiert und Gravity Rush Remastered auf seinem aktuellen Flaggschiff veröffentlicht. Uns freut es, da uns bereits der kleine Bruder viele schöne Stunden beschert hat. Es bleibt zu hoffen, dass die Rechnung aufgeht und der Titel viele neue Fans gewinnen kann die sich dann im laufenden Jahr 2016 über den offiziellen Nachfolger, Gravity Rush 2 freuen dürfen.

Dreh und Angelpunkt von Gravity Rush ist die fliegende Stadt Hekseville, eine Welt die aussieht wie eine Mischung aus Bioshock Infitite und einem London zur Zeit der industriellen Revolution. Hier helfen wir Anwohnern bei ihren Problemen, sammeln Upgrade-Kristalle, gehen den Mysterien der Spielewelt auf den Grund und kämpfen gegen die feindlichen ‚Nevi‘  – geleeartige, übernatürliche Wesen aus einer anderen Dimension.

 

Was als erstes auffällt ist die verbesserte Steuerung. Die wurde perfekt an den Dualshock 4-Controller angepasst. Auf der PS4 könnt ihr – wie damals auf der Vita – viele Manöver mit der Bewegungssteuerung erledigen. Das klappt eigentlich sehr gut und in Kombination mit dem grösseren Bild verliert man eher seltener die Orientierung. Wer mit ‚Fuchtelkontrollen‘ aber nichts anfangen kann, so wie ich, darf diese im Options-Menü auch deaktivieren.

 

Kat kann schweben, fliegen, an den Wänden und der Decke entlang laufen und ihre Gravity-Power sogar im Kampf einsetzen. Auch während der vielen Kämpfe merkt man die verbesserten Kontrollen. Im Zusammenspiel mit der höheren Bildrate und Auflösung fühlt sich einfach alles runder und sauberer an. Auf der PS4 kommt ausserdem das Touchpad zum Einsatz. Durch Wischer nach Links und Rechts weichen wir gekonnt feindlichen Angriffen aus (wahlweise geht das aber durch das drücken der L2-Taste).

Für die Umsetzung der Remaster-Version zeigen sich die Jungs und Mädels der Bluepoint Games verantwortlich, die bereits die Uncharted-Collection mit großem Erfolg auf die PlayStation 4 gezaubert haben. Dementsprechend ist diese Neuinterpretation ebenfalls äusserst gelungen. Das Spiel läuft durchgängig mit 60 Bildern pro Sekunde bei einer Auflösung von 1080p, wovon die Optik und der Spielfluss enorm profitieren. Der spezielle Comic-Look der Vita Version, der gekonnt Cel-Shading und Polygon-Grafiken vermischt, wurde natürlich beibehalten, jedoch mit ein paar hochauflösenden Texturen aufgehübscht. Trotzdem ist Gravity Rush Remastered kein wirklich hübsches Spiel und wirkt oft verwaschen und farbarm. Man merkt ihm seine Handheld-Herkunft definitiv an. Speziell, wenn man durch die grossen aber äusserst kargen und leblosen Areale der Spielewelt schlendert. Das Artdesign ist auf jeden Fall interessant und konsequent umgesetzt, aber eben auch ziemlich Geschmackssache.

 

Abgsehen von den technischen Verbesserungen bekommen PS4-Spieler übrigens einen neuen Gallery-Mode und alle drei DLC-Packs der Vita Fassung spendiert. Das bedeutet neue Challenge Modes, viele neue Side-Quests mit zum Teil neuen Charakteren, neue Trophies und ein paar sexy Outfits für die Hauptdarstellerin.

Fazit

Und wieder stellt die Frage, tut es Not, das „kürzlich“ erschienener Titel ein Remastered spendiert bekommen hat? Die Antwort bezüglich Gravity Rush Remastered ist einfach. JA! Zum einen kamen bisher viel zu wenige in den Genuss dieses wirklich erhabenen Spiels und zum anderen können sich die grafischen Neuerungen sprichwörtlich sehen lassen! Bereits auf der PS Vita faszinierte ich das  innovative Gameplay, auch wenn mir das ein oder andere Mal ein wenig verloren vorkam. Es macht aber von Beginn weg einfach Spass der Schwerkraft zu trotzen und den Monstern mit Kat’s einzigartigen Superheldenkräften zu begegnen. Toll ist auch mitzuerleben, wie man selbst immer besser und besser wird. Die Charaktere sind symphatisch, das Artdesign zeitlos und die liebenswerte Geschichte herzergreifend. Lesefaulen unter euch möchten wir euch direkt reinen Wein einschenken, es muss viel gelesen werden um die Story zu verstehen, also schärft die Augen!


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