Gaming Culture

Rückblick: Die erste Xbox


Ein Sprichwort sagt: „Man darf nie vergessen, wo man herkommt.“  Den Worten wollen wir daher Folge leisten und starten einen Rückblick auf die Geschichte der Xbox.

Microsoft Schritt in die Konsolenwelt war Ende der 90er war kein einfacher. Die Konsolen-Industrie wird dominiert durch eine japanische Firmen. Sony Chance den Markt mit der damals aktuellen Playstation 2 zu erobern sorgten beim Microsoft-Gründer für Sorgen. Die Angst Sony könnte mit der Konsole den Haushalt üblichen PC als Multimedia-Gerät ablösen sorgten für den Zwang zu handeln. Und so gab Bill Gates den Startschuß für die Entwicklung einer Microsoft eigenen Konsole.

Da die Playstation 2 in den Startlöchern stand war Eile geboten. Zwischem dem ersten Meeting des Xbox-Teams und dem Start der Konsole im November 2001 waren nur 30 Monate vergangen. Schnellst möglich ein Konkurrenzprodukt zu Sony’s Playstation 2 zu realisieren verlangte nach einigen Kompromissen. Schließlich hatte Sony circa 5 Jahre Entwicklungszeit in seinen Nachfolger gesteckt. Um sich diese Zeitspanne zu ersparen wählten die Verantwortlichen modifizierte Hardware-Komponenten renommierter Hardware-Hersteller aus wie Nvidia zum Beispiel. Die DirectX-Schnittstellen der angepassten PC-Architektur half Microsoft zusätzlich auch bei den Entwicklern Pluspunkte zu sammeln, den die Entwicklung der notwendigen Spiele gestaltete sich um ein wesentliches einfacher durch die Nähe zum Computer. Zusätzlich wurde der Projektname der neuen Konsole auch zu Ihrem Markennamen.

 

Unter der Haube

In der technischen Ausstattung und Leistung gelingt der Xbox ein großer Sprung nach vorne: Sie sticht sich mit dem Nintendo Gamecube, welcher nur zwei Monate früher erschienen war. Sonys vermeintliche Monstermaschine Playstation 2 sowie Segas Dreamcast sahen nur noch digitalen Staub. Die Xbox punktete mir Hardware Daten wie:Pentium-3-Prozessor, 733 MHz getaktete Intel-CPU, Geforce 3-nahe Grafikeinheit von Nvidia und satte 64 MB RAM Hauptspeicher. Ebenso führte die Xbox Neuerungen ein, die zuvor für eine Konsole nie selbstverständlich waren.

Xbox war die erste Spielkonsole mit einer fest eingebauten (8 GB) Festplatte und einem 100 Mbit-Netzwerk-Anschluss. Die Xbox Entwickler sahen die Zukunft in Breitband-Internet. Online-Spielen und einer vernetzten Plattform für Downloads und multimedialen Inhalten. Ein Schritt fehlte aber zur Multimedia-Konsole. DVDs konnten zum Start der Konsole nicht wieder gegeben werden. Erst durch den zusätzlichen Kauf eines „DVD-Playback-Kits“ konnte man sich diese Funktion „freischalten“. Microsoft wollte mit diesem Umstand sich teure Lizenzgebühren sparen. Trotz der Sparmaßnahme war ab dem Release der Preis der Konsole alles andere als billig. So verlangte Microsoft den europäischen Steuerzahler Mitte März 2002 geschlagene 479 Euro. Ein sehr überspitzter Preis, schon daher weil die Konsole vier Monate zuvor für gerademal 299 US-Dollar in den USA zu haben war. Sechs Wochen gehen ins Land bis Microsoft wieder bei Sinnen ist und den Preis auf 299,- € Euro korrigiert.

 

System-Seller

Eine Konsole verkauft sich nicht an Hand ihrer technischen Spezifikationen, sondern durch die Spiele die auf ihr laufen. Das hat Microsoft in den 30 Monaten Entwicklung zum Glück mit bedacht und entsprechend Enwickler rund um den Globus für sich gewonnen. Natürlich mit einem entsprechenden Griff in das Budget von Microsoft. Die Investition war aber notwendig um für den kurzen verbleibenden Zeitraum ein entsprechendes Aufgebot an Spielen zu gewährleisten.

Den besten und gelungensten Einkauf seitens Microsoft war die Übernahme der Entwickler Gruppe „Bungie“. In der Mitte des Jahres 2000 übernahm Microsoft offiziell den Entwickler der mit „Halo“ den Must-Have-Titel schlecht hin veröffentlichte. Natürlich exklusiv für die Xbox zum Konsolenstart. Halo sorgte für einen gelungenen Konsolenstart der Xbox.

Aber nicht nur Shooter-Fans wurden glücklich gemacht. Mit einer gelungenen Auswahl an Spielen sorgte Microsoft das Konsolenspieler in so gut wie jedem Genre Beschäftigungen fand. Microsoft lockt unter anderem mit Dead or Alive 3, Amped: Freestyle Snowboarding, Project Gotham Racing. Aber auch andere relevanten und bekannten Spielepublisher wie Electronic Arts, Activision, Ubisoft und 2K Games springen auf das neue Xbox-Schiff auf. Hauseigene Entwicklungen schaffen aber die Gründung neuer IPs, wie Fable, Jade Empire. Der Erfolg der Konsole ist größtenteils gelungen, jedoch in Sony’s eigener Heimat Japan schafft die Konsole es nicht wirklich Fuß zu fassen. Trotz Unterstützung guter und namenhafter Publisher wie Sega, Capcom, Namco oder Konami. Das führte daszu das eine Vielzahl japanischer Entwicklungen nie einen Weg auf die Microsoft Konsole fanden.

 

Was am Ende bleibt…

Der Schnellschuß in das Konsolengeschäft ist nicht das was heute einem Xbox-Spieler in den Sinn kommt, wenn er an die alte Xbox denkt. Sondern eher die Tatsache das die Xbox das in die Wege geleitet hat, was wir heute an unseren Konsolen lieben und leben. Microsoft hat in den 4 Jahren Bestandszeit aus ihren Fehlern und Wünschen der Community gehört und die Xbox 360 zu dem gemacht was sie heute ist.

Die Xbox brachte die Festplatte als möglichen zusätzlichen Datenträger und Arbeitsplattform für unsere Spiele ins Rennen. Ebenso die Plattform über die wir heute Spielen und Updates, Demos, Filme und vieles mehr laden.Der Online-Dienst Xbox Live schaffte es Millionen Xbox Spieler mit einander zu verbinden und ihre Gefechte über das heimische Sofa hinaus austragen zu dürfen. Ohne den Xbox Live Chat hätte auch so manche Unterhaltung im Spiel gefehlt und auch so mancher Koop-Spaß wäre nicht so lustig gewesen.

 


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