
Wenn Goichi Suda am Werk ist, dann darf man in der Regel abgedrehte bis bizarre Spiele (Killer 7 anyone?) erwarten. Bei Shadows of the Damned hat er sich mit Resident Evil Erfinder Shinji Mikami zusammengetan. Dazu kommt als Director Massimo Guarini und als vierter im Bunde ist Akira Yamaoka, der sich für die Musik der Silent Hill-Serie verantwortlich zeichnet. Herausgekommen ist ein interessanter Cocktail im erwachsenden Gewand, der sich durch Splatter und derben Humor auszeichnet. In diesem Sinne, Taste my Big Boner!
Ein Roadmovie in 5 Akten
Unser Protagonist Garcia Hotspur ist eine ziemlich harte Socke. Der am ganzen Körper tätowierte Mann hat es sich als Lebensaufgabe gemacht, Dämonen zu jagen und zur Strecke zu bringen. Diese lieben es nämlich Menschen zu peinigen und zu verspeisen. Begleitet wird Garcia von Johnson, einem Ex-Dämon, der kein böser Dämon mehr sein wollte und deshalb aus der Dämonenwelt verbannt wurde. Zusammen mit Garcia ergibt sich ungleiches Duo, welches durch viele Dialoge dem Spieler das eine oder andere Mal ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Ein echter „Sidekick“, wie es in der Filmwelt heißt, der darüber hinaus sich auch noch in manch Gegenstand verwandeln kann.
Eines Tages kehrt Garcia nach erfolgreicher Jagd in seine Wohnung zurück und trifft dort gleich auf den Lord der Dämonen persönlich . Fleming nennt er sich und als Rache für das Töten seiner Untertanten, entführt er Paula, Garcias geliebte Freundin. Natürlich begibt dieser sich daraufhin Hals über Kopf in die Dämonenwelt, um in 5 Akten Flemings bescheidenes Zuhause, einen gigantischen Turm, zu erreichen. Ein nettes Detail beim durchwandern der Level ist, dass ihr oft Flemings Turm im Hintergrund sehen könnt, wodurch das Gefühl von einer Reise, von Anfang bis zum Ende, gestärkt wird.
Auch wenn sich die Geschichte wie die eines bekannten Klempners anhört und für solch eine Art Game vollkommen ausreichend wäre, steckt doch mehr dahinter, als man zunächst annimmt. Ebenso fordert das Spiel dem Spieler regelrecht weiter zu spielen, da Paula immer in greifbarer Nähe zu sein scheint, aber wie in einem Alptraum, ist es nicht möglich, sie zu vorzeitig zu retten. Dabei erleidet Paula die eine oder andere Höllenqual. So seht ihr sie zum Beispiel im Sumpf andauernd im Wasser ertrinken, oder sie verliert ihren Kopf. Wenn Garcia sich also nicht beeilt, könnte sie am Ende ganz schön sauer auf ihn sein…

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