Eure Widersacher agieren immer nach dem gleichen Schema und kein Gegner ist wirklich gefährlich. Die einzige Gefahr für einen selbst besteht darin, wenn man in eine Masse von Gegnern gerät und dann mehrere Attacken auf einmal abbekommt. Dann ist man schneller Game Over, als das man das Spiel dafür verfluchen kann. Denn anstatt nach einem Treffer, wie es zum Beispiel in Secret of Mana der Fall gewesen ist, zu Boden geworfen zu werden, bekommt wirklich jede einzelne Attacke ab. Wenn also ein Feind eine Reihe von Steinen auf einen wirft, so wird man von der gesamten Reihe getroffen, anstatt nur von einem Stein.
Die Zauber benötigt man bis auf den Heilzauber und die Boni auf eure Schlagwaffe, nahezu überhaupt nicht. Es reicht fast vollkommen aus, das gesamte Spiel mit eurer Waffe auf die Gegner einzukloppen. Und das macht man Raum für Raum mit den immer gleichen Gegnern. Pro Ebene kommen dann ein oder zwei „neue“ Feinde dazu. Da freut man sich schon, wenn man dann im ersten Raum deren Fähigkeiten rauben kann. Ab dem zweiten Raum wünscht man sich dann wieder, so schnell wie möglich die Ebene zu verlassen. Leider ist das nicht möglich, da man ja schließlich die Erfahrungspunkte braucht. Einzig und allein die Bossgegner wiederholen sich nicht. Aber das ist auch mit die einzige Abwechslung in einer kompletten Welt.
Die ersten vier sind dabei auch aufgrund ihrer Angriffmuster recht anspruchsvoll, ab Welt 5 jedoch bieten sie keinerlei Gefahr mehr, vor allem dann nicht, wenn man recht fleißig im Monsterverprügeln ist.
Der Vorteil zu zweit zu spielen besteht darin, dass man sich dann nicht mehr alleine langweilen muss. Übrigens kann man das Spiel anders als es im Fact-sheet angegeben ist, nicht online zocken, sondern nur lokal im Wireless Lan. Zum Glück ist es auf der Spieleverpackung selbst richtig angegeben worden.
Auch konnte ich beim Spielen selbst keine zufallsgenerierten Level entdecken, als ich die erste Welt noch einmal betrat, war sie genauso so, wie ich sie verlassen hatte.
Präsentation
Diese passt sich dem Rest des Spieles an. Die typische Super Nintendo Grafik für das Genre wäre vollkommen in Ordnung, wenn sie wenigstens etwas Charme versprühen würde. Eure Feinde sind zum Teil miserabel animiert, sehenswerte Effekte durch Zauber gibt es auch keine. Viele unterschiedliche Soundeffekte die zur Atmosphäre beitragen sind auch Mangelware. Von den 20 Gegnern nutzen viele die gleichen Soundsamples. Das lässt die ohne monotone Schergenauswahl, noch generischer wirken.
Die Musik dagegen geht in Ordnung. Aber auch hier vermisst man Melodien, die sich einem wirklich im Ohr bleiben.
 |
Fazit |
 |
Ich hatte zuvor nichts über den Titel gewusst und bin zunächst erwartungsvoll in die Sache herangegangen in der Hoffnung eines eventuellen Überraschungshits. Leider enttäuscht From the Abyss auf ganzer Linie. Das Spiel bietet wirklich rein gar nichts, wofür es sich lohnt, einen Blick drauf zu werfen. Gerade bei der riesigen Auswahl an Rollenspielen auf dem Nintendos DS kann der Titel keinen Blumentopf gewinnen. Positiv zu erwähnen ist, dass das gesamte Paket bestehend aus Spiel und Anleitung in deutscher Spache daherkommt.
|
| Mehr Screens |
|
|