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Anspielbericht: The Legend of Zelda – Breath of the Wild


Am 22.06.2016 war es wieder einmal soweit, Nintendo lud zum Post-E3-Event nach Frankfurt ein.

Im Gepäck nichts geringeres als die spielbare Demo des neuesten Ablegers aus dem Zelda Universum, die vor einer Woche erstmals für Besucher der E3 2016 in Los Angeles anzuspielen war. Doch Im Gegensatz zur E3, wo den Pressevertretern 90 Minuten Anspielzeit gewährt wurde, mussten wir uns mit drei verschiedenen Demos begnügen, die je 15 Minuten zum anschnuppern boten. Wie nicht anders zu erwarten, war die Präsenz der Journalisten und Pressevertreter immens und es bildeten sich große Menschentrauben vor den Fernsehgeräten.

Link, wach auf Link!

Ganze fünf Jahre ist es her, seit der letzte wirklich neue Zelda-Vertreter sein Debüt auf einer Nintendo Heimkonsole feierte. Demzufolge war die Freude umso größer, als wir das Wii U Gamepad endlich in die Hand nehmen durften und das „neue“ Hyrule zum ersten Mal betreten konnten. Neu auch deshalb, weil The Legend of Zelda – Breath of the Wild mit vielen alten Standards brechen wird, welche die Serie über die letzten Jahre doch so geprägt haben. Freiheit wird groß geschrieben und soll gelebt werden. Dafür wurde eine riesige, barrierefreie Spielwelt geschaffen, die von Schnee, über Lava, Wüste und Wälder alles bieten soll, was eine lebendige Welt ausmacht. Der Spieler entscheidet wie er von Punkt A zu Punkt B kommt. Dabei sind auch Klippen und Berge keine Hindernisse, da diese einfach erklommen werden können. Das Grafikgerüst hierfür ähnelt dem aus Skyward Sword mit einigen Änderungen und natürlich in HD.

Technisch betrachtet,

weiß The Legend of Zelda – Breath of the Wild auf den ersten Blick bereits zu überzeugen und man kann sofort sehen, dass eine gigantische Spielwelt nur darauf wartet, vom Spieler erkundet zu werden. Das satte, grüne Gras und generell die lebendige Flora und Fauna lassen die Spielwelt bedeutend lebendiger wirken, als das noch in der Steppe von Twilight Princess der Fall war. Die zuvor erwähnte Freiheit geht sogar so weit, dass Bäume sich nicht nur erklettern lassen, man kann sie auch mit Zuhilfenahme einer Axt fällen und den gewonnenen Stamm als Brücke über Schluchten einsetzen. Oder einfach nur als Feuerholz um sich an einer Feuerstelle mit den passenden Zutaten ein leckeres und heilendes Mahl zuzubereiten. Das ist mitunter eines der neuen Features, das mit dem Titel „Breath of the Wild“ angedeutet werden will: Link sammelt keine Herzen mehr auf um sich zu heilen, sondern muss sich als Jäger, Sammler und Koch seine Gesundheit über Nahrung wiederherstellen.

Technisch betrachtet,

gibt es leider auch ein paar Schattenseiten, die das Gesamtbild ein wenig trüben. So hatten die aktuellen Demos noch mit teils massiven Popups und matschigen Texturen im Bezug auf die Weitsicht zu kämpfen. Es kam zum Beispiel vor, dass wir einen Hang hinauf liefen und 5 Meter vor uns ein riesiger Felsbrocken und Büsche aufpoppten. Aber das ist nur ein kleiner Dämpfer, über den das wunderschön gestaltete Hyrule mit seinem Abechslungsreichtum mehr als nur hinwegtrösten kann. Aber auch Link selbst weiss zu begeistern. Mit der großen Freiheit sind auch unzählige neue Animationen hinzugekommen, die den spitzohrigen Helden authentisch und natürlich bei allen Tätigkeiten wirken lassen. Besonders angetan hat es uns hierbei die Animation, die Link frierend im Ausrüstungsmenü zeigt wenn er im Schnee unterwegs ist und er keine passende, wärmende Kleidung trägt.

Weg mit den alten Zöpfen.

Dazu gehört z.B., dass Link nicht mehr in der Auswahl seiner Kampf, Kleidungs und Verteidignugsutensilien limitiert ist. Zwar war es bereits in anderen Teilen der Franchise Waffen besiegter Gegner zu nutzen, diese jedoch zu einem festen Bestandteil der Ausrüstung zu machen war allerdings nicht möglich. Dem ist nun nicht mehr so. In ganz Hyrule sind unzählige Kisten versteckt, die darauf warten geplündert zu werden. In jenen findet Link von Kopf bis Fuss alles, was das Herz eines Helden begehrt. Mit der großen Anzahl an neuen Waffen, steigt auch die Art und Weise der Angriffe, die unser hylianischer Freund ausführen kann. Es bleibt also nicht mehr bei Wirbel und Sprungattacke sondern die Gegner können abwechslungs- und skillreicher vermöbelt werden. Besonders angetan hat es uns das Surfen auf dem Schild. Hier macht sich Link Abhänge zunutze und schlittert diese auf dem Schild stehend im Stile des Elben Legolas aus „Der Herr der Ringe“ herunter! Dieses Feature ist einfach nur Cool. Auch ein Gleiter ist mit von der Partie, der es Link ermöglicht, durch die Lüfte Hyrules zu gleiten.

Diverse Paten

Nahm sich Nintendo offensichtlich zur Hilfe um den Helden der Zeit mit dem nötigen auszustatten um ihn fit für sein neuestes Abenteuer zu machen. Da wäre zum einen das Schleichen um Gegner zu umgehen oder zu überraschen. Hierbei geht Link in bester Solid Snake Taktik in die Hocke und bewegt sich langsam und leise fort. Dann wäre da noch das Spiel mit der Zeit. Macht Link im richtigen Moment einen Rückwärtssalto und wir drücken dabei die korrekte Tastenkombination, verlangsamt sich die Zeit und wir können mit unserem Bogen in aller Ruhe unsere Gegner aufs Korn nehmen.

In welcher Timeline bewegt sich Link?

Das ist eine berechtigte Frage, auf die es noch eine wirkliche Antwort gibt. Für uns sieht es danach aus, dass die Geschichte des Spiels nach Ocarina of Time stattfindet und zwar in jener, in der Link Ganon nicht das Wasser reichen konnte. Es scheint, als hätte in Hyrule ein Krieg getobt, denn das Königreich ist übersäht von Ruinen und altbekannten, zerstörten Gebäuden wie z.B. dem Tempel der Zeit. Wo wir uns aber tatsächlich befinden, das bleibt bis zum nächsten Jahr noch ein gut behütetes Geheimnis Seitens Nintendo.

Wir wurden von diversen Zelda-Fans gebeten in der Demo folgendem nachzugehen:

„Wird Link im fertigen Spiel auch tauchen können?“

Ja!

„Wie schlägt sich der Soundtrack im Gegensatz zu den Vorgängern?“

In der Demo gab es nicht wirklich Musik zu hören, es waren mehr kurze Klaviertöne

„Bietet The Legend of Zelda – Breath oft he Wild Sprachausgabe?

Link ist stumm und der einzige NPC hat kein Wort gesprochen. Mehr als ein „mhh“ war ihm nicht zu entlocken, es waren wieder die typischen Textblöcke mit von der Partie. Hoffnung macht die Tatsache, dass Link von einer Frauenstimme mit den Worten „Link, wach auf Link“ geweckt wurde.

„Nervt das aufsammeln von Gegenständen und kochen von Mahlzeiten auf Dauer?“

Nein, absolut nicht.

„Welchen Zweck erfüllt „Wolf Link“ wenn man den Amiibo einsetzt?“

Damit bekommt Link einen tierischen KI-Begleiter.

Wolf Link bekommt die Lebensenergie von drei Herzen spendiert, es sei denn, es befindet sich ein Spielstand aus The Legend of Zelda: Twilight Princess HD auf der Wii U. In diesem Fall verfügt Wolf-Link in dem neuen Spiel über ebenso viele Herzen wie Link. Wolf Link kann sich selber heilen indem er Nahrung zu sich nimmt. Diese sucht er sich auch selbst. Gehen ihm die Herzen aus, verschwindet Wolf-Link wieder“, und er kann erst nach 24 Stunden (echte Zeit) wieder gerufen werden.

„Spielt sich Link beim Klettern wie ein Assassine?“

Nein, und das ist auch gut so. Niemand auf der Welt hat solch eine Kraft in den Armen und Beinen 24/7 Dauer zu klettern.

„Was konnten/wollten die Nintendo PR Verantwortlichen zur NX Version des Titels sagen“

Es wurde nochmals betont, dass The Legend of Zelda – Breath of the Wild von der Hardwarestärke der neuen Konsole profitieren soll.

Ruck-zuck waren unsere 90 Minuten bei Nintendo auch schon vorbei und als wir das Gamepad

aus der Hand legen mussten, fühlte sich das sprichwörtlich so an, als würde man einem Kind

seinen Lolli wegnehmen. „The Legend of Zelda – Breath of the Wild“, hat das Potential in die Fußstapfen des Meilensteins “The Legend of Zelda – Ocarina of Time zu treten.

„The Legend of Zelda – Breath of the Wild“, I am addicted to you! Wie soll ich die Zeit bis zum Frühjahr 2017 bloß ohne dich aushalten?


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