Im Vordergrund von Alpha Protocol steht die gleichnamige Geheimdienstorganisation samt ihres Agenten Micheal Thornton. Das Spiel beginnt damit, dass es uns ein Intro zeigt, in dem die Passagiermaschine 6133 von einem modernen Raketensystem attackiert – und zerstört wird. Direkt bekennt sich die radikale Terroristengruppe Al-Samad der Tat. Doch wie kommen die Terroristen an ein derart aktuelles Waffenarsenal? Ein Abenteuer, dass den Spieler etwa 20 Stunden im Atem halten wird beginnt…
Wo, wie, was?
Die Handlung von Alpha Protocol beginnt jedoch 3 Monate früher, schon fast langweilig auf einer Krankenstation, der Protagonist erwacht, klagt über die Nachfolgenden einer Betäubung und … sein Handy klingelt. Am Hörer eine unbekannte Dame, die dem Nachthemdträger beste Absichten in Aussicht stellt. Wie soll Mr. Thornton auf sie reagieren? Zum ersten Mal zeigt uns das Spiel das interessante Dialogsystem. Es erinnert zunächst an das Rädchen aus Mass Effect, hat jedoch zwei wichtige Unterschiede. Zum einen werden nicht Sätze oder zumindest Satzfragmente angezeigt, sondern nur der Tonfall der Antwort. Man wählt also zwischen „Professionell“, „Aggressiv“, „Direkt“ oder „Zurückhaltend“ – nur zum Beispiel. Der zweite große Unterschied ist, dass man sich unter Zeitdruck für eine Antwortoption entscheiden muss. Je nach Charakter der anderen Person, verändert die gegebene Antwort außerdem die Beziehung zur Person. Manche Verbündete wollen mit Samthandschuhen traktiert werden, andere bevorzugen es, wenn man direkt zum Punkt kommt. Während der Held also im Patientenkittel durch glänzende Flure schleicht und sich immer wieder fragt, wo er sich wohl befindet lernt er ebenso nebenher die Grundlagen des Spiels. Darunter sind auch Hacking-Minispiele ala Mass Effect 2. Wer diese Minispiele in Mass Effect nicht gemocht hat, wird in Alpha Protocol regelrecht der Rage nahe sein. Denn die Spiele sind ungleich schwerer, man fängt hier zwar ein wenig Flair ein. Das will heißen, dass sich die Minispiele ein wenig authentischer spielen. Um beispielsweise ein Schloss zu knacken muss man mit den Schultertasten und Analogsticks das Schloss bewegen und zum Einrasten bringen. Will ein Gerät gehackt werden, darf man zwei Zahlenfolgen in einem Feld aus sich bewegenden Zahlen ausmachen und einordnen – alles unter Zeitdruck, versteht sich. Diese Minispiele können sowohl unterhalten, da sie wesentlich knackiger sind als man es aus anderen Spielen gewohnt ist, gleichsam eignen sie sich hervorragend um sich zu ärgern.

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